
1848 starb der Satteinser Bauernsohn und Firmengründer Christian Getzner ohne leibliche Nachkommen. Seinem Neffen und Erben Josef Getzner bot das ländliche Domizil auf der Letze auf die Dauer doch etwas wenig Komfort. So ließ er auf der anderen Straßenseite die heute noch bestehende Villa errichten, die sogar über eine Hauskapelle mit eigener Meßlizenz verfügte. Der Altar aus dieser Privatkapelle ist während des Zweiten Weltkrieges zuerst an die Stella Matutina und von dort über Vermittlung eines Laienbruders an die Kapelle in Motten gelangt, wo er heute noch steht. Außerdem erweiterte Josef Getzner, der mit seiner Familie ständig hier wohnte, den Grundbesitz durch verschiedene Ankäufe beträchtlich.
In der Folge verblieb das Anwesen im Besitz der Familie Getzner, die den Hof etwa bis zur Jahrhundertwende auch selbst bewirtschaftete. Danach wurden Hof und Gründe an verschiedene Landwirte verpachtet, die bis 1960 auch hier wohnten. Der Letze- oder Getznerhof, wie er jetzt auch genannt wurde, gelangte 1980 im Erbweg an den Getzner-Enkel Helmut Gaßner, der den Letzehof aus Tibet vertriebenen Mönchen als Heimstätte zur Verfügung stellte. Seither besteht hier eine buddhistische Mönchsgemeinschaft, die Seminare zur intensiven Schulung des Geistes durchführt und das religiöse Leben unserer Pfarrgemeinde um eine ungewöhnliche Facette bereichert.
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