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Buddhismus
Meister
Meditation
Schulung des Geistes in acht Versen

Die Verse der Schulung des Geistes auf tibetisch


Dieser Text wurde von dem großen Meister Langri Tangpa verfaßt, der als eine der früheren Erscheinungen Tridschang Rinpotsches gilt. Diese Verse zeigen den zentralen Punkt des Buddhismus, das Wohl aller Wesen, und die täglichen Gedanken, die zu diesem Ziel führen. Diese Verse sind als Leitmotiv der Lehrer des Letzehofs und der Meister ihrer Übertragungslinie zu verstehen.





Die eigene Auffassung an die Gedanken dieser Verse zu gewöhnen ist die wertvollste Meditation und diese Verse täglich zu rezitieren ist das beste Gebet, frei von allen Unterscheidungen, die wir zwischen Religionen und Traditionen zu sehen glauben.



Mit der Absicht, für alle Lebewesen,
die kostbarer sind als ein wunscherfüllender Edelstein,
das höchste Ziel zu erreichen,
möge ich sie immer schätzen.

Mit wem immer ich beisammen bin,
möge ich mich selbst als den Geringsten von allen betrachten
und die andern aus der Tiefe meines Herzens
als das Höchste schätzen.

Bei allem, was ich tue, möge ich immer mein Kontinuum
beobachten und Verblendungen,
weil sie mir und anderen schaden, sofort beim Entstehen
mit Kraft entgegnen und sie abwenden.

Wenn ich ein Wesen von schlechter Natur sehe,
das gedrückt ist von Schlechtem und heftigem Leid,
möge ich es schätzen, als hätte ich einen kostbaren Schatz getroffen,
weil solche Wesen schwer zu finden sind.

Wenn mich andere aus Neid unrechterweise
schimpfen, schmähen und so weiter,
möge ich den Verlust hinnehmen und
den Sieg den andern schenken.

Selbst wenn mir jemand, dem ich geholfen habe
und in den ich große Hoffnung gesetzt habe,
ganz unbegründet schadet,
möge ich ihn wie den heiligen Meister sehen.

Kurz, möge ich Nutzen und Wohlergehen
in direkter und indirekter Weise allen Müttern schenken
und der Mütter Schaden und Leid
im geheimen auf mich nehmen.

Möge dies alles von der Unreinheit
der acht weltlichen Dinge nicht beschmutzt sein, und
möge ich mit dem Geist, der alle Dinge als Erscheinung erkennt,
ohne Greifen, von Fesseln frei sein.



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