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Aus dem Text:
Auch der Mensch ist ein Ding, das in Abhängigkeit existiert, das abhängig von allen seinen Teilen ist. Denn wenn er nicht abhängig wäre, wenn er ein unabhängiges, eigenmächtiges Phänomen wäre, dann müßte es möglich sein, Teile und Aspekte auf die Seite zu geben, um schlußendlich zu einem festen, konkreten Ding zu kommen, das man als den eigentlichen Menschen, die eigentliche Person, bezeichnen kann.
Wenn man den einfacheren Erklärungen, den anfänglichen Überlegungen über die Abhängigkeit folgt, dann sind diese ersten Überlegungen über die Leerheit noch leicht nachvollziehbar. Wenn man dann weiter zu tieferen Ebenen dieser Abhängigkeit gelangt, dann wird es schon schwieriger, und manch einer wird empfinden, daß der Geist sehr unklar wird, unverständig, daß man sogar etwas nervös wird und einige Unannehmlichkeiten empfindet, während andere keinerlei solche unangenehmen Empfindungen haben und den Erklärungen folgen können.
Empfindet man eine solche Beängstigung oder Bedrängnis oder eine gewisse Bedrücktheit, dann ist das ein Zeichen, daß man kein geeignetes Gefäß für diese Erklärungen ist, und es besteht eine Gefahr, daß man dadurch, daß sie einem Mühe, eine Beengung des Geistes verursachen, sie nicht achtet und als etwas Falsches oder Unnötiges betrachtet.
Wenn man feststellt, daß das Nachvollziehen von Überlegungen, wie sie eben deutlich gemacht wurden, einem wohltun, den Geist in einen klareren, heilsamen, besseren Zustand bringen, dann ist es richtig, sich darin zu bemühen. Stellt man jedoch fest, daß sie einen nur nervös und bedrückt machen, daß sie unangenehme Empfindungen wachrufen, dann ist es völlig sinnlos, darauf zu verharren. Man muß erkennen, daß diese Überlegungen im Moment für einen nicht gedacht sind. Es gibt noch so viele andere Aspekte des Dharma, mit denen man sehr guten Erfolg hat, die man anwenden kann. Und man tut besser daran, sich mit diesen intensiv zu bemühen, als dort sich weiter zu versuchen, wo man deutlicherweise nicht am richtigen Platz ist. Legt man dagegen nur deshalb, weil man das eine oder andere nicht versteht, alle andern Aspekte des Dharma, die man sonst ständig ausübt, beiseite, dann ist das eher das Verhalten eines Verrückten.
Wenn jemand diese Dinge studieren möchte, der nicht über ein sehr großes Potential an heilsamen Eindrücken verfügt und nicht über eine sehr umfassende Schulung und ein umfassendes Wissen, dann besteht eine sehr große Gefahr, daß so jemand in das Extrem des Nichts, des Nihilismus verfällt.
Als erstes muß verstanden werden, daß alle Dinge, die es gibt - also alles, was es nicht gibt, beiseite gelegt -, aber alles, was es gibt, einen Namen hat. Denn sobald man sich auf ein Ding, ein Objekt, bezieht, wird man seine Bezeichnung nennen. Wenn jemand damit nicht einverstanden ist und der Meinung ist, daß es Dinge gibt, die keine Benennung haben, dann ist die Frage: Nennen Sie ein Objekt, das keine Benennung hat. Und dann müssen Sie wohl oder übel mit der Benennung kommen.
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